Verwaltungsgebäude, Andreaskirchplatz 1 in Brühl-Vochem 02232/15101-0

Seitenansicht des Verwaltungsgebäudes in Brühl-Vochem, Andreaskirchplatz

  Zum internationalen Friedenstag wird am Freitag, 21. September 2018, europaweit zu einem Friedensglockenläuten aufgerufen. Von 18 Uhr bis 18.15 Uhr sollen die Glocken in den Städten und Dörfern, in den Rathäusern und Kirchen, laut und vernehml...
Zum Bildungstag "Frieden" am 26. 09.2018 laden die Melanchthon-Akademie, das Schulreferat des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, der Evangelische Kirchenkreis Köln Süd und das Evangelische Jugendpfarramt Köln herzlich alle Mitarbeitenden...

Friedensprojekt Europa

Zur Zeit ist der Zusammenhalt in Europa an vielen Stellen brüchig. Nationale Interessen werden vielerorts anders gewichtet als in vergangenen Jahrzehnten. Seit über 70 Jahren herrscht in Mitteleuropa Frieden. Vielen Zeitgenossen ist das selbstverständlich geworden, sie wissen nicht mehr, dass wesentliche Faktoren für das Zusammenwachsen Europas die militärischen Katastrophen und die Folgen der nationalen Egoismen des 20. Jahrhunderts waren. Die Erinnerung an die Geschichte kann dafür sensibilisieren, welch hohes Gut der Frieden und der respektvolle Umgang der Völker miteinander sind. Gerade in Zeiten des wachsenden Populismus und nationalistischer Tendenzen, die Missgunst schüren und auf Dauer Unfrieden bringen können, steht es auf der Tagesordnung, diese europäische Friedensbasis zu stärken. Initiativen wie die Aktion Sühnezeichen und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sind unablässig an der Stelle tätig, einerseits die Erinnerung hochzuhalten und zum anderen den internationalen Dialog über die Völkerverständigung zu führen.

Erinnerung an das Kriegsende vor 100 Jahren (1918 – 2018)

Vor 100 Jahren ging der Erste Weltkrieg zuende. 17 Millionen Menschen aus 50 Ländern kamen ums Leben.  In der Erinnerung der meisten Deutschen ist dieser Krieg lange Zeit ausgeblendet worden, weil der Zweite Weltkrieg eine kaum zu ermessende Zahl von soldatischen und zivilen Opfern zur Folge hatte. In einigen Ländern Europas ist aber die Erinnerung an die Opfer des Ersten Weltkriegs sehr viel präsenter als in Deutschland. In Nordfrankreich, etwa an der Somme, aber auch in Belgien, z.B. in Flanders Field in Ypern, sind durch Soldatenfriedhöfe die Spuren sichtbar und sie werden bewusst wahr genommen. Für Briten, Franzosen und Belgier blieb der Erste Weltkrieg im kollektiven Gedächtnis bewusst, alleine wegen der hohen Zahl der gefallenen Soldaten. Im November 2017 haben der französische Staatspräsident Macron und Bundespräsident Steinmeier in den Vogesen das erste Deutsch-Französische Museum zum 1. Weltkrieg eingeweiht. Das ist ein enormer Schritt zu gemeinsamen Wegen des Gedenkens!

Lokale Erinnerungsorte

Auch in Köln und der Region sind Spuren dieses Krieges sichtbar, und es lohnt sich, sich mit ihnen zu beschäftigen. In vielen Städten und Dörfern gibt es Mahnmale für die Opfer des Krieges von 1914-1918. Oft sieht man ihnen vorbei, sie haben vielfach den Charakter von „Heldengedenkstätten“ und entsprechen auch nicht mehr dem heutigen Verständnis von Gedenkstätten. Und doch sind sie Zeugnis ihrer Zeit und können auch heute zum Innehalten und Nachdenken bringen - wie die Stolpersteine von Gunter Demnig, der mit den messingverkleidetenen Pflastersteinen im Stadtbild an die deportierten und vertriebenen jüdischen Bürger und Roma in der NS-Zeit erinnert.

In manchen evangelischen und katholischen Kirchen finden sich Gedenkstätten für die Gefallenen der Gemeinden. Im Kölner Stadtbild ist die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg an mehreren Stellen präsent. So gibt es auf dem Südfriedhof neben dem Haupteingang in einem großen Rund eine Reihe von 27 Gräbern von Menschen, die 1918 beim ersten Luftangriff auf Köln ums Leben kamen, darunter viele Kinder. In der Nähe des Britischen Ehrenfriedhofs liegen rund um eine Buche die deutschen Kriegsgräber von 1914-1918. Zentraler Kölner Ort zum Kriegsgedenken ist die Ruine Alt-St. Alban, an der zum Volkstrauertag Kränze abgelegt und Reden in Vertretung der Stadt und der Bezirksregierung gehalten werden.

Der Theologe und Ethiker Albert Schweitzer schrieb: „Die Kriegsgräber sind die großen Prediger des Friedens“.  An den Gräbern zu stehen, stellt einem den ganzen Irrsinn vor Augen, den dieser Krieg bedeutet hat und den jeder Krieg bedeutet. Besuche an Kriegsgräbern in anderen Ländern bringen einen auf die Spur, um jeden Preis und immer wieder neu die Versöhnung und die Verständigung mit den europäischen Nachbarn zu suchen. Solche Orte sind friedenspädagogische Lernorte für die jeweils nächste Generation.  

Evangelische Friedensethik

Die evangelische Kirche sieht sich durch die Friedens- und Versöhnungsbotschaft der Bibel dazu aufgefordert, nach Kräften für den Frieden einzutreten.  Mit Diskussionen über das friedliche Zusammenleben der Völker und den biblischen Bildern, ethischen Leitlinien zur Gewaltfreiheit und Themenreihen im Religionsunterricht fördert sie das Friedensengagement. Dabei ist sie sich dessen bewusst, dass sie im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg durch ihre Verschmelzung von Christentum und Nationalismus einen großen Teil an Mitverantwortung für die Tragödie des Krieges trägt. Waffen wurden gesegnet, und mit kriegstreiberischen Predigten ist die Kirche in die Irre gegangen. „Gott mit uns“ heißt es am Leipziger Völkerschlachtdenkmal von 1913, und so war es auch auf Koppelschlössern der Soldaten beider Weltkriege zu lesen.

Im Ringen um das Zurechtrücken des christlichen Koordinatensystems hat Dietrich Bonhoeffer bei einem Friedenstreffen internationaler Jugend 1934 in Fanö gesagt: „Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit. Denn Friede muss gewagt werden, ist das eine große Wagnis, und lässt sich nie und nimmer sichern. Friede ist das Gegenteil von Sicherung.“ Die erste Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) beschloss 1948 bei ihrer Gründung in Amsterdam: „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein.“

Was dieser Grundsatz für konkrete Friedens- und Sicherheitspolitik in einer komplexen globalen Gesamtlage bedeutet, ist nicht formelhaft und einfach zu sagen. Es ist im Zusammenhang jeder einzelnen Sachfrage sachkundig und möglicherweise auch kontrovers zu diskutieren. Aber die Zielrichtung ist klar. Christen sind durch die Friedensbotschaft Jesu von Nazareth dazu heraus gefordert, immer wieder neu nach Wegen zum Frieden und nach Alternativen zur Konfliktlösung mit militärischen Mitteln zu fragen und dazu zu mahnen.

Bernhard Seiger

Beiträge des Amtes für Presse und Kommunikation des Kirchenverbandes Köln und Region

Pfarrer Markus Zimmermann, stellvertretender Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, eröffnet am Dienstag, 25. September, 16.30 Uhr, im Foyer des Hauses der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9-11, die Ausstellung „„...
Die Ferien liegen bereits 3 Wochen hinter uns. Für die meisten von uns ist der Urlaub gefühlt längst schon wieder vorbei!Schnell sind die schönen Tage vergessen und  noch schneller hat uns der Alltag wieder.Superintendentin Andrea Vogel geht es ähnli...
Achtundzwanzig evangelische Kirchen im Gebiet des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region beteiligen sich am europaweiten Glockenläuten zum „Internationalen Tag des Friedens“ der Vereinten Nationen (UNO). Am Freitag, 21. September 2018, von 18...
„Wohl spricht man viel von Freiheit für alle, aber man ist gewöhnt unter dem Wort ‚alle‘ nur die Männer zu verstehen.“ Schon 50 Jahre vor Einführung des Frauenwahlrechts 1918 in Deutschland kritisierte Frauenrechtlerin Louise Dittmer scharf die damal...
Die Pressekonferenz im „Vringstreff“ am vergangenen Donnerstag gab den offiziellen Startschuss zur neuen Aktion „Weichen stellen“ der Diakoniespende 2018/2019 des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Von August dieses Jahres bis zum 31. Ju...
Mit über 7.000 Menschen startete die Kundgebung von „Köln zeigt Haltung“ am gestrigen Sonntag auf dem Roncalliplatz. Rund 12.000 waren es, die mit dem Demonstrationszug später auf dem Heumarkt ankamen. Vorweg trugen Stadtsuperintendent Rolf Domning i...
„Köln zeigt Haltung! Aufnehmen statt Abschotten! Hierbleiben statt Abschieben! Solidarität statt Hetze!“ Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region ruft dazu auf, bei der Kundgebung mit Demonstration am heutigen Sonntag auf dem Roncalliplatz dab...
Welche Spuren nehmen Jugendliche heute noch von den Folgen des Ersten Weltkrieges wahr? Wie gehen sie damit um? Welche Schlüsse ziehen sie daraus? Diesen Fragen geht der Kölner Bildungstag „Auf der Suche nach Frieden“ am Mittwoch, 26. September 2018,...
Die evangelische Kirche in Köln und Region setzt sich für eine humane Flüchtlingspolitik, den würdevollen Umgang mit schutzbedürftigen Menschen und die Achtung vor dem hohen Gut des Asylrechts ein. Sie ruft zu Kundgebung und Demonstration am Sonntag,...
Der „rote Pfarrer“ ist Teil der 90-jährigen Geschichte der Kölner Kartäuserkirche. Sein Einsatz gegen die Nationalsozialisten, aber auch weitere Geschichten dieser Kirche vermittelt die Ausstellung „90 Jahre evangelische Kartäuserkirche“, die am Frei...

Tageslosung

Sonntag, 23. September 2018:

Ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.
Jeremia 31,34

Johannes schreibt: Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.
1.Johannes 2,1

Gottesdienste

Gottesdienste im Ev. Kirchenkreis Köln-Süd

Konzerte

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