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Kirchenkreis Köln-Süd

Informationen und Mitteilungen aus dem Kirchenkreis
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„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“,

 sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht." (Matthäus 4,4). So antwortet Jesus dem Versucher, nachdem er 40 Tage und Nächte gefastet hat.

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein…"

Und doch steht das „tägliche Brot" für das, was wir täglich zum Leben brauchen. Die Nahrung, die Kleidung, Gemeinschaft mit anderen Menschen, Aufgaben …

Jetzt am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit und in der protestantischen Tradition hat sie ganz eigene Wege eingeschlagen. Durch die Betonung, dass das Fasten keine Auswirkungen auf die Liebe Gottes zu uns Menschen hat, ist das Fasten zum Teil komplett weggefallen. In der Weltökumene in verschiedenen freikirchlichen Traditionen gibt es noch eingeübte Fastentraditionen als Teil des spirituellen, christlichen alltäglichen Lebens. In einem interkulturellen Seminar zur Spiritualität lernte ich von Afrikanern, dass das zweimal wöchentliche Fasten eine wichtige Bedeutung für sie hat und dass es für sie ein Fasten von Essen und Trinken ist. Vor allem in der Vorbildfunktion als Gemeindevorsteher, war dieser Aspekt sehr wichtig für sie.

In den letzten Jahrzehnten wurde das Fasten in evangelischen Kreisen in Deutschland wieder entdeckt und eingeübt. Als spirituelle Erfahrung, als Vorbereitung zum Gebet, als Unterbrechung der Kreisläufe im Alltag. Dass eine Unterbrechung des Alltags wichtig ist, dass man sich auf die Osterzeit vorbereitet, ernst nimmt, dass zu Ostern auch das Leben Jesu vor der Auferstehung dazu gehört, ist unstrittig.


 Dadurch ist die Aktion „7 Wochen ohne…" in den letzten Jahren so gefestigt worden und auch hier wird ernst genommen:

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,…" und es werden verschiedene Aspekte betrachtet, die für das Leben wichtig sind. Es werden sozusagen die verschiedenen Aspekte des „täglichen Brotes" hervorgeholt. Wie die Zeit, die Wertschätzung, die Eigenverantwortung, sich dem Leben zu stellen oder wie in der jetzigen Aktion für 2018 „Zeig dich! 7 Wochen ohne Kneifen!"

Jesus wird im Matthäus Evangelium getauft, dann fastet er 40 Tage lang in der Wüste und erst dann beginnt sein Wirken in Galiläa, sein Ruf zur Umkehr, die Berufung seiner ersten Jünger und das Verkünden von Gottes Wort in der Bergpredigt.

40 Tage und Nächte lang hat er gefastet, er ist hungrig, er wird aufgefordert Steine in Brot zu verwandeln, um ein wesentliches Bedürfnis des Lebens zu stillen – den Hunger und Jesus antwortet:

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht."

Jesus erinnert im Hunger nach Leben daran, woher sich das Leben speist. Er erinnert daran, dass Gott die Menschen, sein Volk Israel immer begleitet hat und es letztlich immer genug zum Leben gibt. Er zitiert das 5. Buch Mose 8,3 und macht deutlich. Der Hunger nach Leben ist ein wesentlicher Teil unserer menschlichen Erfahrung und Gott begegnet dieser Erfahrung mit seiner lebensspendenden Gegenwart, durch sein Wort; durch seine Erinnerungen, was dem Leben hilft; dadurch, dass er die Quelle des Lebens ist. Jesus leugnet gegenüber dem Versucher den Hunger nicht, er ist wirklich. Und Jesus vertraut sich ganz und gar Gottes Hilfe an.

Darin können wir Jesus nachfolgen, nicht nur in der Fastenzeit, dass wir darauf vertrauen, dass die Bitte: „…unser tägliches Brot gib uns heute" von Gott gehört und erhört wird. Weil Gott uns mit seinem Wort, seiner Begegnung mit uns, seiner Geschichte mit uns, Tag für Tag nährt und uns erinnert, was für das Leben wesentlich ist. (Pfarrerin mbA Franziska Boury)

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