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Kirchenkreis Köln-Süd

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Ein „spielerischer“ Umgang mit dem 1. Weltkrieg?

 Computerspiele in der frommen Szene? Und dann auch noch „Kriegsspiele" ? Kriegsspiele blieben lange aus religionspädagogischer Perspektive ein unergründliches Terrain, das – wenn überhaupt – in kritischen Außenbeobachtungen abgehandelt wurde. Doch es lohnt sich, immer mal wieder einen Blick auf den riesigen Markt der Konsolen – und PC-Spiele zu werfen; sind sie doch ein prädestiniertes Mittel, um mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.

Bereits im Sommer 2014 erschien bei Ubisoft das Spiel „Valiant Hearts", ein Antikriegsspiel das im Ersten Weltkrieg spielt. Die Umsetzung eines solchen Spieles erscheint als große Herausforderung nicht pietätlos zu werden; als Gratwanderung – sind doch rund siebzehn Millionen Menschen im Laufe dieses Krieges gestorben.

Der Spieler schlüpft im Laufe des Spiels in vier verschiedene Rollen und findet sich (chronologisch korrekt) in der Schlacht an der Marne, dem Bombenangriff auf Reims, dem Gasangriff in Ypres und den Schützengräben bei Verdun wieder – selber immer vom Tod bedroht, doch selbst nicht in der Lage zu töten. Und genau dies ist der wichtigste Unterschied zwischen Valiant Hearts und herkömmlichen Ego-shootern, die an echte Kriege angelehnt sind: Valiant Hearts ist eine packende Mischung aus Abenteuer- und Actionspiel, in dem es ums Überleben geht, um das Wiederfinden der Liebe (und der Lieben) , die der Krieg einem genommen hat.

Es geht nicht in erster Linie um militärische Strategien und um Politik, sondern um die Auswirkungen beider auf den einzelnen Menschen: z.B. auf Karl, den jungen Deutschen, der als Landarbeiter nach Frankreich geht und sich dort in Marie verliebt. Auf Emile, den gutmütigen Bauern und auf Freddie, den US-Amerikaner, dessen junge Frau während einer Frankreichreise von deutschen Bomben getötet wird. Auf Anna, eine belgische Tiermedizinerin, die ihren Vater aus der Zwangsarbeit befreien will – und auf Walt, einen Dobermann, der als Kriegshund dient.

Den Machern von Valiant Hearts gelingt es sehr gut, mit dem historischen Hintergrund verantwortungsbewusst umzugehen und gleichzeitig auf die Spielbedürfnisse der community einzugehen. Die einfache 2D-Comicgrafik lässt uns die Schrecken des Krieges intensiver erleben als andere Militärshooter, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind – auch aufgrund dessen erhielt das Spiel von der französischen Historikerkomission „Mission Centenaire 14 – 18" das Label „le lable centenaire" [1] .

(Siggi Schneider, Jugendreferentin des Kirchenkreises Köln-Süd)


***USK 12 ***auf folgenden Plattformen: windows, Playstation 3 und 4, Xbox 360 und one, Android und iOS *** Steuerung: Pad, Maus, Tastatur ***Medium: aussschließlich download / ca. 15 Euro***


[1] Identikfikationszeichen des französischen Departementausschusses für innovative Projekte

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