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Kirchenkreis Köln-Süd

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„Tausendmal berührt – tausendmal ist nichts passiert“?!

Die Erschaffung des Adam
Klaus Lage besingt seit über 30 Jahren das, was den Advent so häufig prägt: Die zärtliche Sehnsucht nach Besinnlichkeit, Kerzenlicht und Plätzchenduft verblasst vor überfüllten Fußgängerzonen, dichten Terminkalendern und usseligem Dezemberwetter. Und doch zeugen all die Lichter, Lieder und Rituale von einem Bedürfnis nach adventlicher Andächtigkeit.

„Tausendmal berührt“. So viele Plätzchen genascht, so oft die Lieder mit den Kindern geübt, so liebevoll die Geschenke verpackt. „Tausendmal ist nichts passiert“. Warum stellt sich die Ergriffenheit vom Weihnachtsgeschehen im Advent nur zögerlich ein? Mit der Schwerfälligkeit, die Herzen weit zu machen für die frohe Botschaft, die Gott zu Weihnachten mit der Welt teilt, sind wir nicht allein. Die Bibel ist voller Berührungen zwischen Himmel und Erde. Aber die Botschaften dieser Begegnungen sind schnell verklungen. Tausendmal berührt Gott die Erde, nicht nur mit seinem Wort, sondern tatsächlich leibhaftig. Und trotzdem fällt es uns immer wieder schwer, uns Gott im Vertrauen hinzugeben.

Klaus Lage singt weiter – und das lange Warten des Advents findet im Weihnachtsfest ein Ende: „Tausendundeine Nacht und es hat Zoom gemacht!“. So sehnsüchtig ich Jahr für Jahr erwarte, dass mich das Kind in der Krippe berührt, dass Gott Mensch wird, dass sich Himmel und Erde berühren, so sicher kann ich sein, dass es geschieht. Irgendwann macht’s Zoom. Dann ist spürbar, dass diese Welt noch immer die gleiche und doch eine ganz andere ist mit diesem besonderen Kind in der Krippe. Klaus Lage singt: „Alles war so vertraut und jetzt ist alles neu“. Der Gott, der sich an Weihnachten in der Krippe offenbart, ist kein neuer Gott. Es ist der Gott, der bereits Mose, Abraham und Jakob berührt hat. Er ist der Gott, der sich uns immer wieder zuwendet, tausendfach, bis es Zoom macht. In dieser einen Nacht kommt Gott uns in der Krippe näher als je zuvor – dadurch wird alles neu. Daran erinnern wir uns im Advent. Wir bereiten uns vor auf das große Wunder, dass auch an uns immer wieder geschieht.

In dem Vertrauen darauf, dass Gott nicht nur in der Krippe liegt, sondern auch uns Jahr für Jahr erneut berühren möchte, lassen sich die Fußgängerzonen, Terminkalender und das Usselwetter ertragen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete und berührende Advents- und Weihnachtszeit.

Ihre Janneke Botta

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