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Seitenansicht des Verwaltungsgebäudes in Brühl-Vochem, Andreaskirchplatz

Kirchenkreis Köln-Süd

Informationen und Mitteilungen aus dem Kirchenkreis
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„…und Gott ist stolz auf jeden einzelnen Teilnehmer…..“

 Vom 30. Mai bis zum 03. Juni nahmen Jugendliche der Evangelischen Jugend aus Köln und Umgebung beim „European Youth Event" in Straßburg teil; darunter 5 Jugendliche aus unserem Kirchenkreis.

Zum European Youth Event kamen etwa 8.000 14- bis 25-Jährige aus allen Mitgliedstaaten der EU im Straßburger Europaparlament zusammen und diskutierten untereinander und mit EU-Politikern Ideen zur Zukunft der EU.

Siggi: am vergangenen Wochenende waren wir gemeinsam mit 20 anderen Jugendlichen der Evangelischen Jugend in Köln Und Umgebung beim European Youth Event in Straßburg – was hat euch dort beeindruckt / berührt?

Lars: Ich habe bei der Aktion „gefärbte Brillen" mitgemacht, das hat mich sehr beeindruckt, weil man dadurch endlich mal etwas mehr nachvollziehen konnte, wie sich Flüchtlinge fühlen. Insgesamt habe ich viel bei den „Flüchtlingsthemen" mitgemacht, weil mir das sehr wichtig ist.

Sara: Ich war sehr berührt von einer Frau, einer Britin, die auf der Abschlussveranstaltung äußerte, dass sie im Vorfeld Angst gehabt habe, dass sie von den anderen Europäern nicht akzeptiert würde und aber direkt von der ersten Minute des festivals gespürt habe, dass sie halt einfach dazu gehöre. Da wird der Brexit zur Nebensache.

Jamie-Lynn: Was ich persönlich super fand, waren die Kreativangebote in den bunt gemischten Gruppen. Es gab einen Graffiti-Stand von den Senegalesen und dort haben wir Taschen und handys und Notizbücher gesprayt und es wurde alles mit Händen und Füßen erklärt – und alle haben es verstanden und hatten gemeinsam Spaß!

Lisa-Sophie: Für mich war der Gesamteindruck der Einigkeit, der Solidarität sehr wichtig. Man hat den gegenseitigen Respekt voreinander jederzeit wahrnehmen können und – das wichtigste – erfahren, was Menschen gemeinsam auf die Beine stellen können.

Nina: Ich habe an „pay day" teilgenommen, einem Planspiel, wo es um die soziale Ungerechtigkeit der verschiedenen Einkommensklassen geht und um die Unterbezahlung von Frauen, und um die Möglichkeiten, die es gibt, diese Ungerechtigkeiten zu bekämpfen. Und Du, Siggi?

Siggi: Ich habe mich mit einem Mann aus Bulgarien und einer Frau aus Belgien im Anschluss an ein Referat über Jugendarbeitslosigkeit über die Möglichkeiten unterhalten, Jugendlichen außerhalb von Studium oder Ausbildung „in Arbeit" zu bringen. Und ob das „in Arbeit bringen" überhaupt ein lohnenswertes Ziel ist.

Siggi: Wir haben viel Zeit im Parlamentsgebäude verbracht… (Lars:…und im Wartebereich...) und überall drängten sich einem die EU-Fahnen förmlich auf. Hat sich euer Bild von Europa während des EYE gewandelt?

Nina: Auf jeden Fall! Das ganze Thema Europa ist für mich viel greifbarer geworden.

Lars: ich hatte vorher kein „Gesicht" für Europa, aber jetzt hat sich eins gebildet.

Lisa-Sophie: die europäische Gemeinschaft ist mir viel näher gebracht worden und ich fühle mich damit sehr wohl!

Jamie-Lynn: ich bin froh, dass sich „Europa" unsere Ansichten anhört und uns in Politik einbeziehen will.

Sara: Mein Bewusstsein für Europa hat sich auch sehr geändert, ich fühle eine Verbundenheit und ich möchte da gerne mit anderen Menschen drüber sprechen.

Siggi: ….und was hatte das ganze European Youth Event eigentlich mit Gott zu tun?

Jamie: Naja, also ganz praktisch würde ich sagen, dass Gott uns diese Welt gegeben hat und wir uns dementsprechend gut drum kümmern sollten und die Angebote beim EYE haben einem definitiv die Augen geöffnet und Verbesserungsvorschläge gezeigt, wie man besser mit der Welt umgeht.

Lisa-Sophie: Ich denke, dass Gott uns diese Gemeinschaft dort mit den anderen Jugendlichen geschenkt hat. Gott ist vielen Jugendlichen unglaublich wichtig.

Lars: die Erfahrung, dass man genau, wie man verschiedene Sprachen spricht, auch verschiedene Religionen haben kann und sich trotzdem gut versteht.

Nina: Dort war jeder freundlich zu jedem und weder in den Großgruppen noch bei uns in der Kleingruppe wurde jemand ausgeschlossen. Das tat gut. Und das ist, was Gott gerne bei der gesamten Menschheit hätte.

Sara: Für mich ist in dem Zusammenhang ein sehr wichtiger Punkt die Nächstenliebe. Und Gott ist wahrscheinlich stolz auf jeden einzelnen Teilnehmer, weil alle interessiert am „Ganzen" sind, weil sie engagiert sind, weil ihnen die Welt nicht egal ist und weil alle Vorschläge gemacht haben und viele Fragen gestellt haben.

Siggi: Aufgrund des straffen Programms hatten wir nicht so sehr viel Zeit, die Stadt anzugucken (Jamie-Lynn: …doch, nachts…), aber wie hat euch Straßburg als Stadt gefallen?

Jamie-Lynn: Straßburg ist einfach wunderschön! Ein anderes Wort fällt mir nicht ein. Der Kontrast aus jungen Menschen und alten Gebäuden war wundervoll. Das konnte man bei der Bootsfahrt auch die ganze Zeit sehen.

Lisa-Sophie: Wie Du sagst, die Zeit war viel zu kurz, aber ich habe einen super Eindruck von der Stadt und den vielen gastfreundlichen und hilfsbereiten Menschen.

Lars: Mir hat´s auch sehr gefallen.

Jamie-Lynn: Der zweite Abend war sooo schön! Nach dem Essen sind ein paar Jugendliche und die Teamer noch zu so einer Aussichtsplattform gegangen, der Rhein war schön beleuchtet, wir haben da gesessen und gequatscht und es war super, dass es nicht mehr „die Teamer" und „die Jugendlichen" waren, sondern eher alle auf einer Stufe. Das war definitiv einer der besten Erfahrungen – wenn auch außerhalb des EYE.

Lisa-Sophie: 2020 möchte ich das EYE auf jeden Fall wieder besuchen, um ein weiteres Mal meine politische Meinung einzubringen und andere zu hören!

Siggi: alles klar, fahren wir zusammen hin – und 2019 zu Rock am Ring ;-)

Anmerkung:

Ein Bericht mit den konkretesten Ideen, die während der Veranstaltung diskutiert wurden, wird im Juli 2018 an alle Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEP) verteilt werden. Im Herbst 2018 werden einige Teilnehmende die am weitest entwickelten Ideen aus dem Bericht vorstellen und Rückmeldungen von Europaabgeordneten aus diversen Ausschüssen erhalten.

Siggi Schneider

(Jugendreferentin Kirchenkreis-Köln-Süd)

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Wer meine Gebote hält und nach meinen Gesetzen lebt, der soll nicht sterben um der Schuld seines Vaters willen.

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