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Kirchenkreis Köln-Süd

Informationen und Mitteilungen aus dem Kirchenkreis
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Superintendent Dr. Bernhard Seiger zum Thema „Frieden“

Ein Video-Beitrag der Reihe #dazusteheich in der Passionszeit 2018

 16.03.2018

Ostern steht vor der Tür und allmählich bereiten sich Christinnen und Christen auf der ganzen Welt auf die Feierlichkeiten vor! In Deutschland müssen wir uns keinerlei Sorgen machen, unseren Glauben offen in Kirchen ausleben zu dürfen und gemeinsam Gottesdienste feiern zu können. "Es gibt Toleranz, Religionsfreiheit, Menschen können sich versammeln wann und wie sie das möchten" sagt Dr. Bernhard Seiger, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Süd, im Video-Beitrag #dazusteheich. Das sieht in Ländern wie Ägypten anders aus. Dr. Bernhard Seiger erinnert an die Anschläge im Nildelta und in Alexandria auf zwei christliche Gotteshäuser in 2017. Er wirft die Frage auf, was das mit einer Gemeinde macht, die sich trotz Verfolgung und der ständigen Gefahr von Anschlägen versammelt und gemeinsam Gottesdienste feiert. Dr. Bernhard Seiger wünscht sich: "Möge Gott unseren Geschwistern in den bedrängten Gebieten Vertrauen geben, so dass sie fröhlich Ostern feiern können..."

Hier der vollständige Text zum Nachlesen:
Ja, wir sind in der Passionszeit. Manche sagen auch Fastenzeit zu dieser Zeit. In der bereiten wir uns auf das Osterfest vor. Wir leben in Deutschland in einem Land, in dem das Grundgesetz die Rahmenbedingungen für das Leben der Religionen vorgibt. Bei uns gibt es Toleranz, es gibt Religionsfreiheit. Menschen können sich versammeln, wann und wie sie das möchten. So können Christen, Juden und Muslime zu ihrer Zeit zu Gottesdiensten zusammenkommen. Das ist aber längst nicht überall auf der Welt so. Unser Grundgesetz garantiert uns die Religionsfreiheit, erlaubt die Toleranz, eben sich zu versammeln, wie man das möchte. Es erlaubt die Möglichkeit, dass man seine Religion wechseln kann und man hat auch die Freiheit, in unserem Land zu sagen, ich möchte keiner Religion angehören.

Ich habe eine Osterkerze mitgebracht, die eine Brücke herstellen soll zu einem Land, in dem das ganz anders ist. Diese Kerze stammt von einem orthodoxen Christen, der sie mir mit auf den Weg gegeben hat. Ich werde sie am Osterfest anzünden und für mich ist das eine Brücke zu orthodoxen Christen in arabischen Ländern. Heute denke ich an die Christen in Ägypten, denn in Ägypten kann man zwar in Kirchen Gottesdienste feiern, aber man spürt auch, dass man durchaus bedrängt wird. Und es gibt Situationen von Verfolgung. So gab es vor genau einem Jahr an Palmsonntag 2017 zwei Anschläge im Norden Ägyptens in Alexandria und einer weiteren Stadt im Nildelta. 44 Menschen sind dabei gestorben, 100 Menschen wurden verletzt und es gibt weitere Geschichten darüber, dass Einzelpersonen und Gruppen angegriffen worden sind, verschleppt worden sind. Was macht das mit einer Gemeinde, wenn sie weiß, das kann uns jederzeit wieder passieren, dass Menschen vor keiner Gewalt zurückschrecken, um uns zu gefährden als Christen, oder gar das Leben zu nehmen.

Mich berührt es zu sehen, dass es Christen gibt, die in ganz anderen Lebensumständen ihren Glauben leben. Möge Gott unseren Geschwistern in den bedrängten Gebieten Vertrauen geben, dass sie fröhliche Ostern feiern können. Und für mich ist diese Kerze auch ein Symbol der Dankbarkeit dafür, dass wir in einem Land leben können, in dem Freiheit herrscht.



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