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Kirchenkreis Köln-Süd

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„Der Soundtrack für das, was hier läuft“ – Lieder für den Kirchentag 2019

„Wunderbar“, „Jesus in the Evening“ und „Vertraut den neuen Wegen“ sind die drei Kompositionen, mit denen sich Wolfgang Schulz-Pagel im Liederbuch des Kirchentages 2019 verewigt hat. Seit zehn Jahren ist er Organist der evangelischen Kreuzkirche in Pulheim-Stommeln. Pfarrer Volker Meiling freut sich sehr über die Anerkennung, die Wolfgang Schulz-Pagel für seine Musik bekommt: „Er spielt den Soundtrack für das, was hier läuft. Und drei angenommene Kompositionen für den Kirchentag gleichzeitig ist ein echter Fußabdruck.“

Mit dem Jazz-Bazillus infiziert

„Mit ihm ist ein unglaublicher Reichtum bei uns eingezogen“, setzt Volker Meiling hinterher und ist offensichtlich sehr dankbar für seinen Organisten, der für ihn außerdem „ein ganz guter Freund“ ist. Die Begeisterung für seine Musik erklärt sich Wolfgang Schulz-Pagel damit, dass er einen etwas anderen Ansatz hat, als die meisten Kirchenmusiker. Ursprünglich kommt er aus dem Entertainment-Bereich, hat seine Wurzeln in der Unterhaltungsmusik mit Jazz und Pop. In Köln startete er Mitte der 80er Jahre an einem kleinen weißen Klavier in der Decksteiner Mühle, ist aus dem Genre „aber kurz vor dem roten Pailetten-Jackett“ ausgestiegen. „Der Deal zu Beginn war ganz einfach“, erzählt er. „Es hieß: Kommen Sie morgen Abend und spielen Sie drei Stücke. Wenn die Gäste Sie bemerken, setzen wir uns zusammen. Wenn nicht, brauche ich Sie nicht.“ Er wurde gebraucht. „Die Gäste sind allerdings erst bei der damals angesagten Schnulze „Ballade pour Adeline“ eingestiegen.“

„Mit ihm ist ein unglaublicher Reichtum eingezogen“

Nach der Decksteiner Mühle folgten u.a. das Maritim und das Hyatt sowie ein Engagement im Excelsior. Inzwischen ist Wolfgang Schulz-Pagel 30 Jahre lang im Kirchendienst, in den er 1990 quasi berufen wurde. Nach einem Gastspiel auf einer Vernissage stand Hannelore Häusler vor ihm und fragte, ob er am Tag darauf schon etwas vorhabe. „Ich sagte: Nein, morgen ist ja Sonntag. Und sie antwortete schlicht: Eben!“ Die Pfarrerin und Superintendentin i. R. beschreibt er als „Frau, vor der man Respekt hatte“. Also ersetzte er den fehlenden Organisten in Kerpen-Türnich und durchlief in den folgenden Jahren noch ein paar andere Stellen, bis er 2009 nach Stommeln kam. Hier ist er neben der Begleitung der Gottesdienste auch für „Specials“ zuständig, wie das in der Osternacht – bei Kerzenbeleuchtung im abgedunkelten Kirchenraum, mit dem Klavier in der Mitte und Stücken von Pink Floyd, Genesis oder Sting. Dass Wolfgang Schulz-Pagel von Haus aus nicht ausgebildeter Kirchenmusiker ist, fiel ihm „nur einmal auf die Füße“, erinnert er sich. Eine Anstellung, auf die er sich beworben hatte, bekam jemand, der die entsprechende Qualifikation auch auf dem Papier mitbrachte. „Dabei ist das Werk, das er abliefert, besser als das, der meisten C-Organisten“, sagt Pfarrer Meiling und setzt grinsend nach: „Spätestens ab dem zweiten Takt schafft er es allerdings nicht mehr, etwas so zu spielen, wie es auf dem Blatt steht.“ Schulz-Pagel ist nach eigener Diagnose vom Jazz-Bazillus befallen. Seine Ausbildung absolvierte er am Musikwissenschaftlichen Institut Köln.

„Wunderbar“ – Schokoriegel von der Tankstelle

Sein erstes Kirchentagslied schrieb Wolfgang Schulz-Pagel 2007. „Auch die Wise Guys brachten ein Mottolied mit, aber von ihnen war nichts Kirchliches zu erwarten“, erinnert er sich an die Vorbereitungen zur Großveranstaltung damals in Köln. Sein Stück trug den Titel „Lebendig, kräftig und schärfer“. „Beim ökumenischen Gottesdienst im Dom klang es nur leider wie ein Trauermarsch“, bedauert er. Seitdem wird er jedoch regelmäßig zur Liederwerkstatt des Kirchentages eingeladen. „Sein „So lang ich lebe Halleluja“ war in Dresden ein echter Gassenhauer“, erinnert sich Volker Meiling. „Überall auf den Straßen sangen junge Leute seinen Song.“ Im Juni in Dortmund ist Wolfgang Schulz-Pagel nun außerdem eingeladen, das Offene Singen anzuleiten. Seine drei Eigenkompositionen werden natürlich ebenfalls zu hören sein. Vor allem an „Wunderbar“ hat er lange gemeinsam mit Ilona Schmitz-Jeromin gearbeitet. Stil und Text wurden mehrfach umgeworfen, bis das Blues-Stück perfekt stand und einen passenden Titel gefunden hatte – dessen Namensgeber ein Schokoriegel von der Tankstelle ist, der sich durchaus geehrt fühlen kann. Auch die beiden anderen Lieder sind charakteristische Schulz-Pagel-Kompositionen. Die Qualitätsmaßstäbe, die er selbst an seine Musik anlegt: Sie soll neues geistliches Liedgut bieten.

 

Wer beim Kirchentag in Dortmund nicht dabei sein kann und selbst „reinhören“ möchte, hat die Möglichkeit, sich vorab schon einen Eindruck zu verschaffen. Für den Kirchentagssonntag sind zwei Gottesdienste angesetzt, „weil es mit Sicherheit voll wird“: Am 10. März spielt Wolfgang Schulz-Pagel seine Eigenkompositionen um 9:30 Uhr in Pulheim-Sinnersdorf und um 11 Uhr in der Stommelner Kreuzkirche. Das Liederbuch des Kirchentages 2019 in Dortmund ist außerdem online erhältlich: https://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/was-fuer-ein-gesang/

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Dienstag, 18. Juni 2019:

Der HERR sprach zu Jeremia: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund.
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So nehmt nun zu Herzen, dass ihr euch nicht sorgt, wie ihr euch verteidigen sollt. Denn ich will euch Mund und Weisheit geben.
Lukas 21,14-15

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