Verwaltungsgebäude, Andreaskirchplatz 1 in Brühl-Vochem 02232/15101-0

Seitenansicht des Verwaltungsgebäudes in Brühl-Vochem, Andreaskirchplatz

Kirchenkreis Köln-Süd

Informationen und Mitteilungen aus dem Kirchenkreis
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Ernte? Danke!

 Leere „Ernte" im Supermarkt

Auf dem Heimweg halte ich mit dem Rad am Supermarkt. Ein kurzer Sprung in den Laden und schnell noch die letzten Zutaten für das Mittagessen besorgen. Die Schilder am Eingang „Wir räumen – Inventur!" übersehend stehe ich dann mit inzwischen knurrendem Magen vor leeren Kühlregalen. Einsam steht hier und dort noch eine Milchflasche, die letzten Becher Joghurt und eine Palette Krabbensalat. Ansonsten: gähnende Leere. Ein Anblick den ich, ehrlich gesagt, nicht gewohnt bin. Zu selbstverständlich ist der Gang in den gut gefüllten Supermarkt oder auf den Wochenmarkt mit zahlreichen Angeboten. Meine „Ernte" im Supermarkt fällt für heute wohl aus.

Und wie viele Erden brauchst du?

Und so wie mir ging es dieses Jahr vielen Bauern: hohe Kosten durch künstliche Beregnung, schlechte Erntebilanz für Gemüsebauern. Auch an den Jugendlichen meiner Konfirmandengruppe ist das nicht einfach vorbeigegangen. Wir fangen gerade mit dem Thema „Schöpfung" an, da bricht es aus Fabian heraus: „Sagt mal", fragt er in die Runde, „wisst ihr eigentlich, dass mein Kühlschrank mehr Flugmeilen auf dem Konto hat, als wir es jemals zusammen schaffen werden?". Die Gruppe schaut ihn fragend an. Und Fabian setzt zur Erklärung an: seine Schwester trinkt gerade Literweise Kokoswasser, seine Mutter hat am Wochenende Salat mit Mangos gemacht und sein Vater liebte Schweizer Bergkäse. Wir testen in der nächsten Stunde unseren ökologischen Fußabdruck[1] und stellen fest: bei kaum einem von uns würde eine Erde reichen, um allen Menschen unseren Lebensstil zu ermöglichen. Manche von uns bräuchten zwei, manche sogar drei und einige vier Erden.

Vom Denken zum Danken

Beide Erlebnisse machen mich nachdenklich: wie selbstverständlich ist mir das tägliche Brot geworden! Und auch den Jugendlichen geht es da ähnlich – wir geraten ins Nachdenken über unseren Lebensstil und die allzeit verfügbaren Lebensmittel aus aller Welt. Und wir kommen ins Gespräch: wie wir unseren ökologischen Fußabdruck kleiner gestalten können – wie wir nachhaltiger leben können. „Weniger Fleisch!" schlägt Almut vor und erntet von Tobi Beifall: „Find ich gut!" sagt er, und hält einen Text mit Anregungen hoch. „Da steht: `Denn Rinder verursachen zusätzlich durch ihr Rülpsen große Mengen an Methan, was sich auf die CO2-Absorptionsfläche auswirkt! `"[2] Das Gelächter war erstmal groß. Nachdenken darf ja auch Spaß machen. Und doch merke ich: es sind alle bei diesem Thema Ernte dabei. Und als wir am Ende der Stunde den Segen sprechen sagt Anna: „Danke!" anstatt „Amen!".


[1] https://www.fussabdruck.de/

[2] http://www.multivision.info/images/stories/fairfuture/unterrichtsmaterial/ff_unterrichtsmaterial_gesamt.pdf (Seite 21)

Reformationsfest 2018: Über das Reformationsjubilä...
"Wir weigern uns Feinde zu sein!" - Ökumenischer G...

Tageslosung

Sonntag, 18. November 2018:

Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.
Psalm 50,23

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.
1.Thessalonicher 5,18

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